Bullshit-Bingo Vol. 5: Oh, es tut mir soooo schrecklich leid für dich!

Varianten: „Oh du Arme(r)!“, „Du tust mir wirklich leid!“ Es ist so eine Sache mit dem Mitleid. Ich weiß, die erste spontane Reaktion, wenn man von einem Mitmenschen erfährt, dass dieser krank ist, mag Mitleid sein. Die Frage, die man sich dabei jedoch immer stellen sollte ist, „Was bringt das dem/der Anderen und auch mir?“. Dadurch wird vielleicht klarer, warum Mitleid häufig zum Problem wird, wenn es um den Umgang mit (chronisch) Kranken geht. MITLEID MACHT SPRACHLOS Ich habe immer wieder erlebt, dass andere Leute so von ihrem Mitleid ergriffen sind, dass ein gutes, also konstruktives, Gespräch nicht mehr möglich ist. Wenn ich etwa gefragt werde, wie es mir geht

„Fibromyalgie – gibt’s doch gar nicht!“

Ich muss zugeben, ich habe einige Zeit mit mir gerungen, ob und wie ich diesen Text schreiben soll. Ich habe diesen elenden und leider immer noch zu oft geäußerten Satz „Fibromyalgie – gibt’s doch gar nicht!“ ganz bewusst nicht in mein Bullshit-Bingo aufgenommen. Die Existenz der Fibro steht außer Frage, und ich wollte denjenigen, die das immer noch nicht einsehen wollen und zu denen die neusten Forschungsergebnisse anscheinend immer noch nicht durchgedrungen sind, keinen Raum auf meinem Blog bieten. Das bringt diese Ignoranten aber natürlich leider nicht zum Verstummen. IGNORANTEN – ICH KOTZ EUCH GLEICH AUF DEN BILDSCHIRM Und als ich dann zufällig bei Youtube auf dieses Video zum Thema

BSB Vol. 4: Neulich ging’s doch auch noch

VARIANTEN „Wie jetzt? Neulich/gestern… konntest du das doch noch.“ „Aber wir haben das doch dann und dann schon gemacht.“ Im schlechtesten Fall ergänzt durch Unterstellungen wie „Willst du einfach nur nicht?“. RADTOUR ODER RUSSISCH ROULETTE? Ich keuche und strample und schnappe nach Luft. Der Weg, den ich mit meinem Rad zurücklege führt mich flussaufwärts. Links plätschert es gemütlich, von rechts weht der würzige, leicht erdige Geruch von frisch verbrautem Hopfen zu mir herüber. Für mich riecht das ja immer ein bisschen nach Kartoffeln, kurz nachdem man sie geschält in kochendes Wasser geworfen hat. Die leichte, permanente Steigung fällt dem Auge kaum auf. Meinen Oberschenkel dagegen beginnen schon jetzt, auf nicht