Fundkiste

Hier findet ihr Empfehlungen zu Blogs, Büchern, Kanälen, Hashtags und Seiten die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen wie dieser Blog, die damit auf eine erfrischende Weise umgehen und auf die sich darum ein Blick lohnt!



Suffering the silence“ (STS) ist sowohl ein Hashtag, als auch der Titel eines Buches von Allie Cashel und der von ihr und Erica Lupinacci initiierten Website und liegt mir ganz besonders am Herzen, weil dieses Projekt genau aus dem selben Grund wie dieser Blog entstanden ist. Sie haben mittlerweile eine weltweite Bewegung ausgelöst, schaut euch doch mal ihre besonders eindrücklichen Fotos an.

Das Projekt beschreibt sich selbst so:

Es gibt Zeiten, in denen das soziale Stigma, das chronische Erkrankungen umgibt genauso schwierig zu bewältigen sein kann wie die Krankheit selbst. Dieses Stigma kann dazu führen, dass Patienten von chronischen Erkrankungen sich unsichtbar, ausgeschlossen und zum Schweigen gebracht fühlen. Wir wollen dieses Schweigen brechen.

STS ist eine Organisation, die die Kraft von Kunst, Medien und das Erzählen von Geschichten dazu nutzt, um Aufmerksamkeit für die Lebenswirklichkeit von Menschen mit chronischer Erkrankung zu schaffen. Wir arbeiten daran starke Beziehungen innerhalb der Community zu etablieren und Patienten, Freunde sowie Familienmitglieder darin zu bestärken laut über ihre Erfahrungen zu sprechen und ihre Erlebnisse zu teilen. Dieser Akt des Teilens hilft all jenen, die Schwierigkeiten damit haben, Kämpfer ihrer eigenen Sache zu werden und Unterstützung sowie Verständnis zu finden. Außerdem hilft dieser Akt die medizinische und gesellschaftliche Sichtweise auf jene zu verändern, die mit einer chronischen Erkrankung leben.



Laura Gehlhaar schreibt in ihrem Blog über das „Großstadtleben und das Rollstuhlfahren“. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund, auch, wenn es um ihre eigenen Macken und Verfehlungen geht. Mit viel Witz und Ironie beschreibt sie, mit welchen Vorurteilen sich RollstuhlfahrerInnen konfrontiert sehen und wie sie mit ihrer schnoderrigen Direktheit die Leute in ihrem Alltag zwingt, mal eine andere Perspektive einzunhemen – und ist dabei auch noch sehr unterhaltsam! Auf dass die Inklusion in die Köpfe der Menschen einzieht.

lauragehlhaar.com

Ein kurzes Porträt von Laura Gehlhaar



Medien schaffen Wirklichkeit – Journalistinnen und Journalisten wissen das und bedienen sich leider dennoch häufig einseitiger Sprachbilder, Floskeln und Klischees. Formulierungen wie „an den Rollstuhl gefesselt“ oder „leidet an“ lassen negative Bilder im Kopf entstehen, die das öffentliche Bild behinderter Menschen prägen.

„Leidmedien.de“ ist eine Internetseite, die für eine Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen ohne Klischees arbeitet. Aus der Sicht von behinderten und nicht behinderten Medienschaffenden haben sie Tipps für die Berichterstattung zusammengestellt.

leidmedien.de



Der Berliner Aktivist Raúl Krauthausen lädt als Moderator Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende und Medienleute mit und ohne Behinderung zum Talk ein. In “face to face”-Gesprächen tauscht sich Krauthausen mit seinem jeweiligen Gast über künstlerisches Schaffen, persönliche Interessen und Lebenseinstellungen aus. Und natürlich geht es auch ab und zu um das Thema Inklusion.

krauthausen.tv

Hier die Vorschau auf die 7. Sendung



Ein weiterer Fibromyalgie-Blog ist clix-fibromyalgie. Die Gedanken, die sich die Autorin macht, spiegeln jene wieder, die sich wohl viele Fibros machen: Wie kann ein Alltag mit chronischen Schmerzen funktionieren? Was kann ich tun, damit es mir besser geht? Und wie kann ich dabei immer noch die schönen Seiten des Lebens genießen? Bei all‘ dem geht es um viele persönliche Erfahrungen der Autorin.
Die schönen Seiten zeigen sich in diesem Blog durch die Liebe für’s Reisen und kreative Projekte, wie Nähen oder Fotografie. Sehr schön, wie ich finde! Also schaut mal rein, es lohnt sich.

Jetzt gibt es eine NEUE VERSION des Blogs, der sich nun ausschließlich mit dem Thema Fibromyalgie beschäftigt: Fibromyalgie-Clixart!



Liebe Leute, schaut doch mal bei dem Blog „Frau E. notiert“ rein. Frau E. bloggt über das Leben mit chronischer Erkrankung auf eine unvergleichliche Art. Wenn ich ihren Blog lese dann muss ich immer ganz viel nicken, weil ich ihr in so Vielem zustimme. Und sehr viel lachen. Sie versteht es wie keine andere die Skurrilitäten des Lebens mit einer unsichtbaren chronischen Erkrankung gleichzeitig wahnsinnig humorvoll und schonungslos offen darzustellen. Die Blog-Kategorie „Gesundheitssystem-Theater“ bringt’s auf den Punkt.
 
Ich finde es beeindruckend, wie sie sich bei einem Lebensweg der gepflastert ist mit Hindernis-Brocken wie „Hirntumor“, „Mastzellenerkrankung“ und „Dauerschmerz“ Leichtigkeit, Lebens- und Schreiblust bewahrt hat. Davon möchte ich mir eine große Scheibe abschneiden und ziehe meinen Hut. Ihr auch?


Lydia bloggt auf ihrer Seite „Lydias Weltüber ihren Alltag als blinde Frau und Mutter mit arabischem Hintergrund. Ich lese ihre Beiträge wahnsinnig gerne! Sie beschreibt sehr anschaulich, welchen Vorurteilen und Schwierigkeiten sie begegnet, und, was noch viel schöner ist, räumt mit selbigen auf und erklärt für jeden verständlich, dass das Leben als blinder Mensch zwar etwas anders ist, aber man genau so selbstbestimmt leben kann, wie andere Leute auch. Ich kenne selbst niemanden der blind ist und finde es total spannend, in Lydias Welt abzutauchen und für mich neue Dinge kennenzulernen!



Bild: © Vintage photograph designed by Jcomp – Freepik.com

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