Gut durch Zeiten der Isolation – die besten Tipps von chronischen Experten*innen

Alltag in Zeiten der Isolation: Übst du noch oder chillst du schon?

Ich bin auf dem Weg in den Wald. Am anderen Ende der Leine Yuki, der vor Stress hechelt und seine blau gefleckte Zunge zeigt. Auf den Autos eine dicke Schicht Blütenstaub. In der Luft ein blumiger Hauch und eine ordentliche Portion Grillgut. Der Sommer fängt dieses Jahr im April an.

Und auch sonst ist dieses Jahr alles anders. Nicht nur die Pollen schwirren durch die Luft. Wir wissen es alle: Corona is in town. Oder besser gesagt on the globe.

Gegenüber im Hof steht mein Nachbar Herbert. „Jetzt sind wir alle erstmal hier eingesperrt, gell? Ha, da müss‘ ‘ mer jetzt durch. Scho‘ ne scheiß Situation, dass  ‘mer jetzt ned raus dürfe‘.“ Herbert ist Rentner, Risikogruppe und so. Im Drei-Generationen-Haushalt mit Garten hat er es noch gut getroffen aktuell. Trotzdem muss auch er sich einschränken. Auch er vermisst gewisse Freiheiten.

Am Abend telefoniere ich mit einer Freundin. Sie erzählt, dass ihr langsam die Decke auf den Kopf fällt. Homeoffice läuft nun schon die vierte Woche. Seit zwei hat sie niemanden mehr gesehen. Sie lebt allein, in einer kleinen Stadtwohnung. „Lass‘ die Tage mal wieder telefonieren, oder? Das können wir jetzt öfter machen, Sonntag oder so?“, fragt sie, als wir uns verabschieden. „Klar, Termin ist gebucht!“

Von anderen höre ich, dass sie schon ganz hibbelig werden, weil sie nicht ins Fitnessstudio können. Auch kein Kinobesuch, keine Freunde treffen in der Mittagspause oder zum Vereinstreffen gehen sind drin. Alles fällt gerade flach.

Das ist richtig und wichtig. Für die Gesundheit aller. Bis auf ein paar Betonköpfe im Backstage von Xavier Naidoo hat das jetzt wohl jede*r begriffen.

Trotzdem ist es nicht leicht, gerade wenn man Isolation nicht gewöhnt ist. Es ist mit vielen Einschränkungen und Umstellungen verbunden. Alltag war gestern. Häusliche Isolation ist angesagt. 

Aber wie sieht eigentlich mein Alltag aus?

Äh, na ja. Genaugenommen hat sich wenig verändert. Ich verbringe die meiste Zeit zu Hause. Ich geh mit dem Hund raus. Einmal die Woche ein Termin in der Innenstadt, wo Abstand möglich ist. Ich telefoniere und chatte mit Freunden und Familie. Nur mein Tai-Chi-Kurs fällt gerade aus. Die Physiotherapie habe ich selbst erstmal gestrichen: zu viel Publikumsverkehr auf engem Raum plus Körperkontakt mit der Therapeutin – das ist mir dann doch zu viel Risiko. Der Einkauf im vollen Discounter wurde ebenfalls ausgelagert. Mit einem Immunsystem, das zeitweise so anfällig ist wie ein Nacktmull für Sonnenbrand, möchte ich mir keinen Nahkampf um das letzte Blättchen Klopapier zwischen Hundefutter und O-Saft liefern.

Die Welt steht auf Pause – warum ich die Isolation genieße

Und weißt du was: die ganze Isolation macht mir rein gar nichts aus! Ich genieße die Ruhe und das Daheimsein. Wie meistens eigentlich.

Gerade hat man eben nicht den Eindruck, dass sich die ganze Welt da draußen weiterdreht – ohne einen. Im Gegensatz zu sonst, habe ich nicht das Gefühl, irgendetwas zu verpassen. Die ganze Welt steht auf Pause.

Und das ist ein richtig gutes Gefühl, um ehrlich zu sein.

Ich bin nicht mehr die gefühlt Einzige, die zu Hause rumsitzt. Und eben nicht ins Kino geht. Nicht abends in der Kneipe hockt. Und nicht am Wochenende im vollen Park abhängt oder Beachvolleyball spielt. Zusammen ist man weniger allein – auch auf die Ferne. 

Als mir das klar wird, frage ich mich dann aber doch: stimmt irgendwas nicht mit mir? Bin ich völlig asozial, dass ich es genieße, alleine zu Hause zu sein? Warum macht mir die Isolation so wenig aus? Bin ich die Einzige, die die Einschränkungen kaum einschränken?

Ich ahne, dass es nicht so ist. Trotzdem schreibe ich ein paar Chroniker-Freundinnen und -Freunden, wie sie die aktuelle Situation so erleben. Und wie es ihnen so geht.

Klar, für die Leute, die Kinder haben ist es natürlich eine Umstellung. Mitunter auch eine ziemliche Belastung, Homeschooling und so. Gut, dass ich keine Kinder habe, denke ich. Auch ohne Hundeschule: Yuki pennt, pupst und spielt wie immer. Nur ein paar mehr Nachbarn in den Gärten zu sehen, die er anknurren und Kinder, vor denen er wegrennen kann. Easy, selbst mit Angsthundklatsche.

Mit einigen Freunden*innen witzel‘ ich, dass wir Chroniker*innen doch schon lange Profis im Social Distancing sind. Daheimbleiben, häusliche Isolation, auch mal für Wochen nicht oder nur für das Nötigste vor die Tür gehen: das alles kennen viele von uns. Auch mit Freunden und Familie auf die Ferne in Kontakt bleiben, nichts Neues. Unsicherheit und Umbrüche, egal ob finanziell, sozial oder psychisch, auch darin haben wir ziemlich Übung. Dass das an die Existenz und an die Substanz gehen kann – und zwar auf allen Ebenen – das kennen wir. Und eine diffuse gesundheitliche Bedrohung, ohne Aussicht auf ein konkretes Ende, ohne konkreten Plan? Warten auf Arzttermine und Analyseergebnisse, Mediziner*innen, die im Dunkeln tappen? Dauerzustand, you name it.

Auch mit einer anderen Freundin spreche ich darüber. Sie sitzt wegen eines Krankheitsschubes schon viel länger zu Hause, als Corona sein Unwesen treibt und nimmt obendrein ganze viel Immunsuppressiva. 

„Wo andere durchdrehen, da werd‘ ich so richtig entspannt und denk mir: oh toll, endlich Ruhe! Ich kann das so richtig genießen. Und jetzt fragen mich auf einmal alle, wie ich damit klarkomme!“, lacht sie in den Hörer. „Alle rufen an, haben Zeit und wollen reden. Ich muss schon richtig Termine machen dafür.“

Ich lache mit und wir reden noch eine Weile drüber, wie froh wir sind, dass wir mit der Situation aktuell so gut zurechtkommen.

Chancen der Krise und Stubenhocker-Superstars

Ich sehe in der Situation, so schlimm sie auch ist, viele Chancen, das Miteinander auf lange Sicht zu verbessern. Weil für Vieles neue, kreative Lösungen gefunden werden müssen. Lösungen, wie das Leben und Arbeiten auch von zu Hause funktionieren kann. Davon könnten wir Chroniker*innen enorm profitieren. Wenn endlich viel mehr Arbeitgeber*innen Modelle von Homeoffice und digitalem Arbeiten etablieren und die Angst davor verlieren. Wenn all‘ die Leute, die sich nun zum ersten Mal einschränken müssen, selbst die Erfahrung machen, wie wichtig es ist, soziale Kontakte auch unter diesen Umständen zu pflegen. Dass man sich über einen Anruf oder eine Nachricht sehr freut. Und zu sehen, dass das funktioniert und sogar Spaß machen kann!

Wir chronisch Kranke haben gerade einen enormen Vorteil: wir kennen diese Umstände nicht erst seit Corona und haben Strategien entwickelt, um damit klarzukommen. Coping ist unsere Königsdisziplin. Wir sind die Social-Distancing-Profis. Wir sind die Stubenhocker-Superstars. Was Drosten, Kekulé und Co aktuell für die Medizin sind, sind wir für das Miteinander: Experten und Expertinnen, deren Wissen wertvoll für alle sein kann.

Darum habe ich nachgedacht, welche Tipps ich so auf Lager habe, um eben nicht bekloppt zu werden mit dieser ganzen Isolation bzw. Corona-Situation. Und ich habe euch auf Instagram und Facebook gefragt, was eure Erfahrungen sind, wie ihr so klarkommt.

Die fünf besten Tipps für Zeiten der Isolation

Hier also die Liste für die besten Tipps in Zeiten Der Isolation: So schaffst du es gelassen und psychisch gesund zu bleiben.

1. Gewinne die Kontrolle zurück und lass los

Was zunächst paradox klingt, dient dazu, uns klarzumachen, welche Dinge wir kontrollieren können und welche nicht. In unsicheren Zeiten, in denen wir uns fremdbestimmt fühlen, wächst unser Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit. Denn wenn Struktur wegbricht, kann das Angst auslösen. Darum ist es wichtig neue Strukturen durch Routinen zu schaffen.

Mach dir also einen Tagesplan und frage dich: Wann stehe ich auf? Wann esse ich zu Mittag? Welches Highlight kann ich heute in meinen Tag einbauen? Wann lege ich eine Pause ein? Wann möchte ich was tun?

Das muss jetzt nicht mit der Stechuhr durchgetaktet sein. Ein grober Plan hilft schon weiter, um Halt zu geben. Nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kindern. Wenn du donnerstags normalerweise zum Yoga gegangen bist, dann ruf doch zur selben Zeit ein Youtube-Video auf und verlege das Training ins Wohnzimmer. Oder verabrede dich zum Telefonat mit einer Freundin für die Zeit, mit der du dich sonst im Orchester getroffen hättest.

Mach dir aber auch bewusst: ich kann gerade nicht alles kontrollieren – und das ist okay. Nimm die Sachen bewusst in die Hand, die du selbst steuern kannst und lass den Rest bewusst los.

Grafik mit Zitat: "Lass die Dinge los, die du ändern kannst und konzentriere dich auf das, was du tun kannst." Aus dem Film Ratatouille (2007)

2. Bleib in Kontakt

Gerade wenn wir von unseren sozialen Kontakten räumlich distanziert werden, ist es wichtig in Kontakt zu bleiben. Und was für ein Glück ist es denn, dass wir heute alle per Sprachnachricht, Videocall und Livechat über ein Gerät in unserer Tasche immer und praktisch kostenlos in Verbindung bleiben können?!  Auch Kontaktaufnahmen auf die Ferne solltest du planen und in die Wege leiten.

Psychologen*innen Raten auch dazu, aktiv den Kontakt zu suchen. Sich gerade bei Personen beinahe aufzudrängen, bei denen man den Eindruck hat, dass sie einsam sind und in ein Stimmungstief rutschen. Statt zu sagen „Ruf an, wenn du Hilfe brauchst!“ anzukündigen „Hey, ich ruf dich morgen um 18 Uhr an und wir quatschen.“

Einige von euch haben mir geschrieben, dass sie gerade jede Woche Postkarten oder Briefe mit einer kleinen Überraschung an Freunde verschicken – was für eine wunderbare Idee! Andere veranstalten Spieleabende über Video-Telefonie. Und einen Freund unserer Nachbarn hat es so gewurmt, dass er seine Freunde gerade nicht sehen kann, dass er folgende Aktion gestartet hat: Er hat beim Spanier um die Ecke eine riesige Paella bestellt, sie in sein Auto geladen und Portionen an alle Freunde verteilt. Die haben ihre Tupper-Dosen vors Haus gestellt, er hat sie gefüllt und sie haben sich mit Abstand kurz unterhalten. Alle hatten so ein mehr oder weniger gemeinsames Abendessen und die lokale Gastronomie wurde so auch noch unterstützt!

3. Kümmere dich gut um deinen Körper

Die Gefahr ist groß, sich gehen zu lassen, wenn man es nicht gewöhnt ist, viel Zeit zuhause zu verbringen. Junkfood hier, Netflix da, Rotwein am Abend – in Maßen völlig in Ordnung, aber als Dauerzustand sicher nicht zu empfehlen. Wenig überraschend:  wenn wir unseren Körper noch zusätzlich belasten, hat das auch negative Auswirkungen auf unsere Psyche.

Darum plane Bewegung mit ein, egal ob in den eigenen vier Wänden oder in der freien Natur, wo wenig Leute unterwegs sind. Instagram, Youtube und Co platzen ja gerade aus allen Nähten mit Anleitungen, sich zuhause fit zu halten – #homeworkout.

Für uns Chroniker*innen und alle die, die es eher geruhsam angehen wollen, sind sanfte Bewegungen wie Yoga, Tai Chi oder Qigong eine gute Möglichkeit nicht einzurosten. Tipps hierzu sammle ich auf meiner Pinterest-Pinnwand: „Sport und Bewegung bei Schmerzen und Fibromyalgie“.

Und weil wir spätestens seit der ganzen schlechten Witze zu Nudeln mit Klopapiersoße – höhöhö – wissen, dass das keine schmackhafte Kombi ist, sollten wir ein paar einfache aber gesunde Alternativen auf dem Rezepte-Plan haben. Auch davon habe ich einige gesammelt und diese sowie alle Tipps aus diesem Artikel in eine eigene Pinnwand gepackt: „Tipps in Zeiten der Isolation“.

Hier noch ein passender Song von Dange Dan: „Nudeln und Klopapier“

4. Wende mentale Strategien gegen Ängste und für mehr Vertrauen an

Aber nicht nur den Körper sollten wir in diesen Zeiten ganz besonders pflegen; Auch unserem Geist und unserer Psyche tut gezieltes Training und eine bewusste Auseinandersetzung gut. Also: nicht nur auf die Händehygiene achten, sondern auch auf die geistige Hygiene!

Ein Rat von Psychologen*innen ist, sich Nachrichten nur gezielt und dosiert anzuschauen. Also den Newsticker lieber ausschalten und sich nicht eine Corona-Nachricht nach der anderen reinfahren. Besser einmal am Tag auf seriösen Seiten informieren und fertig.

Eine weitere empfehlenswerte Sache sind aktive Entspannungsmethoden anzuwenden, etwa Traumreisen, Meditationen oder Atemübungen. Sie helfen dabei, dass Nervensystem zu beruhigen, abzuschalten und Stress zu reduzieren. Auch hiervon findest du eine Reihe Übungen auf der Pinnwand.

Man kann sich zum Beispiel auf einen Ort konzentrieren, an dem man sich wohlfühlt – das darf auch ein fiktiver sein. Eine weitere ganz einfache Übung ist folgende Wahrnehmungsübung, um aus dem Gedankenkarussell auszusteigen: 

  1. Nimm dir ein Objekt in greifbarer Nähe.
  2. Schau es ganz genau an und konzentriere dich auf Farben, Formen und alles Visuelle.
  3. Fühle es und konzentriere dich auf deinen Tastsinn.
  4. Rieche daran und nimm es bewusst war.
  5. Bewege das Objekt oder streiche darüber; nimm den Klang war.
  6. Schmecke das Objekt – insofern das möglich ist. Eine Erdbeere etwa wäre gut dafür geeignet.

Hier kommst du zur Pinnwand

„Tipps in Zeiten der Isolation“

Dort findest du praktische Übungen, Links und Hilfsangebote.

5. Sei kreativ und nimm dir Zeit für Dinge, die du magst

Verleih deinen Gefühle und Gedanken durch kreative Tätigkeiten Ausdruck, die dir Spaß machen. Wenn du dabei nichts denkst oder fühlst – natürlich auch okay. Solche Tätigkeiten dienen nicht nur der Ablenkung, sie können auch helfen, sich aktiv mit der Situation auseinanderzusetzen. Etwa indem man für nur fünf Minuten aufschreibt, was eine*n gerade so beschäftigt und danach den Stift zur Seite legt.

Zu diesem Punkt habe ich die meisten Ideen von euch geschickt bekommen. Viele sind mit Handarbeiten beschäftigt. Besonders beliebt und obendrein nützlich: Atemschutzmasken nähen.  Andere halten sich mit Gartenarbeiten bei Laune. Sehr viele gehen auch mit ihren Hunden in die Natur oder kuscheln mit anderen Haustieren. Bei Leuten mit Kindern steht Basteln hoch im Kurs. Auch Handwerken und Dinge reparieren oder entrümpeln – alles beliebte Hobbies, wenn man viel Zeit zuhause verbringt.  Wiederum andere singen oder musizieren. Auch beim Kochen und Backen kann man kreativ sein.

Was du machst, ist im Prinzip egal. Hauptsache du tust es gerne und kommst vielleicht sogar in den Flow – einen Zustand völliger mentaler Vertiefung, bei dem du alles um dich herum vergisst. Du kannst dabei aktiv gestalten und dich ausdrücken – zwei gute Mittel gegen Angst und Unsicherheit. Plane auch solche Aktivitäten ein und nimm dir bewusst Zeit dafür!

War da etwas für dich dabei? Nutzt du diese Dinge vielleicht jetzt schon? Oder hast du noch andere Tipps auf Lager? Schreib sie gerne in die Kommentare!

Ansonsten wünsche ich dir, bleib corona-frei und denk dran: Du bist nicht alleine!

Eure FibroFee


Wichtige Beratungsstellen

Weil die Situation in Isolation aber natürlich auch nicht immer alleine bewältigt werden kann – und auch das ist okay – folgen hier noch wichtige Beratungsstellen, an die du dich jederzeit wenden kannst:

Pic Credit/Header-Foto: Designed by Freepik


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8 Replies to “Gut durch Zeiten der Isolation – die besten Tipps von chronischen Experten*innen”

  1. Hallo Franzi 🙂
    Ich wusste, du lässt uns auch in dieser Zeit nicht alleine. Die ersten drei Wochen fand ich heftig, zumal es bei uns los ging. Mein Sohn geht noch bis zum Sommer im Raum HS zur Schule, wir wohnen aber im Nachbarkreis. Es war die die ersten Tage so, das kein Telefon mehr still stand. Als dann klar war, das ganze Land ist betroffen, konnte ich runter fahren, der Alarmzustand tat mir nicht gut. Wir sind froh dass mein Mann voll weiter arbeiten kann, und wir alle gesund sind. Wir begegnen corona zwar mit Respekt aber einer Prise niederrheinischen Gelassenheit 😉 eine kleine Info habe ich noch, Junior macht ab dem Sommer Fachabitur in Naturwissenschaften , das geht drei Jahre und beinhaltet eine Ausbildung zum CTA. Schon lange vor corona hat er das entschieden, er möchte irgendwann für Mama ein Medikament finden 😍 aber vor allem macht es ihm Spaß, das ist viel wichtiger.

    1. Liebe Tanja, schön, dass du einen Weg gefunden hast, wieder zur Ruhe zukommen! Was du erlebt hast, haben wohl viele durchgemacht – gerade mit Kindern. In so einer Situation erst einmal durch den Wind zu sein, ist völlig normal, denke ich. Das kann man sich dann auch zugestehen 😄 . Hahaha, wie toll, dass er diesen Wunsch hat und 🤩🤩🤩! Ich drück ihm die Daumen für Ausbildung und das Abi ☺ !

  2. Sehr schöner Beitrag! Ich habe sogar einige Wochen regelrecht darauf gewartet, dass es mir nun auch endlich so auf‘s Gemüt schlägt, wie vielen anderen. Doch nichts Derartiges passierte. Im Gegenteil: ich genieße auch die herrliche Ruhe. Sonst ist ja alles wie immer … nur mein Sohn tut mir leid – der vermisst die Schule und seine Freunde ziemlich. Aber für mich ist alles viel entspannter, wenn man morgens nicht pünktlich die Butterbrote eingepackt haben muss. Wir frühstücken jetzt fast jeden Tag im Bett 😄
    LG myyzilla

    1. Danke dir 😀! Für uns ist es eben keine große Umstellung – darum wenig überraschend aber trotzdem sehr gut, dass es dir NICHT auf’s Gemüt geschlagen ist 🙂. Gell, es hat schon was für sich, dass vieles langsamer läuft als sonst 😁? Ja, für Kinder ist es sicher nicht leicht – gerade wenn keine Geschwister da sind. Aber hoffentlich bringt ihm das Frühstück im Bett Spaß 😉 . Liebe Grüße auch an dich

  3. Vielen Dank für diese Post. Ja mir geht es auch so, dass ich kaum einen Unterschied merke zu sonst, und mich auch gefragt habe, ob ich generell zu wenige soziale Kontakte habe. Mein Mann ist im Home-Office Modus, das ist neu für mich. Er ist zu alle 3 Mahlzeiten da. Ich bin beim Kochen kreativ, versuche sehr gesund, aber auch lecker zu kochen. Gelingt nicht immer. Mache Fotos mit dem Handy von der erwachende Natur, wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin, und bin auch gerade dabei zwei Webseiten einzurichten. Wird aber dauern, bin kein Profi. Ich wünsche allen, dass sie auch gute Erfahrungen machen, in dieser seltsamen Zeit.

    1. Danke für deine Rückmeldung! Da ist dir sicher nicht langweilig ;). Da sieht man auch wieder, dass dich viele von uns beschäftigen können und auch da schon Strategien haben, wie und was sie umsetzen können. Wünsche dir viel Erfolg bei deinen Webseiten!

  4. Hallo Franzi.
    Ein sehr schöner Artikel. Genau auf den Punkt gebracht.
    Ja, wir sind Meister im Zuhause sein. Handarbeit, Garten, alles toll in unseren eigenen Möglichkeiten. Gehandicapt durch Schmerzen aber wir tun, was uns gut tut.
    Für uns hat sich nicht wirklich viel geändert. Aber für alle anderen.
    Viele Kontakte sind wieder aufgelebt. Sogar Verständnis keimt auf. Ich habe nur die Befürchtung, wenn Corona dann Gott sei Dank vorbei ist, gehen alle in ihr schnelles Leben zurück. Zu schnell für Fibros. Wir sind zu langsam, zu krank, zu eingeschränkt, überall mit hin zu gehen, alles zu machen. Schnell sind wir wieder weg vom Schirm. Verlieren den Anschluss und werden gar nicht mehr angerufen oder angeschrieben. Nein, ich bin kein Pessimist. Ich bin eigentlich ein Optimist. Aber ich bin auch Realist und von den gemachten Erfahrungen geprägt.
    Gerne lasse ich mich überraschen. Von einem nachhaltigen guten Effekt. Von Gedanken an uns, die nicht alles machen können wie andere. Grüße über Messenger oder Anrufe. Ein ‚ich habe gerade an dich gedacht‘. Das wünsche ich mir. Nur ohne Corona.
    Herzliche Grüße
    Xana

    1. Danke dir, liebe Xana! Ja, ich denke auch, dass bei vielen keine nachhaltigen Effekte eintreten. Aber dann sage ich mir: selbst wenn es nur ein paar Leute zum umdenken bringt – schon damit ist etwas gewonnen, oder? Außerdem ist es leichter, die Leute dran zu erinnern, wie es sich in einer solchen Situation lebt. Selbst wenn sie es vergessen oder verdrängen. Mann kann dann sagen: „Bei mir ist immer Corona ;)“. Ja, solche Nachrichten finde ich, tun wirklich gut – schon so ein „kleiner Gruß“ kann eine Hilfe sein, dass man sich mehr verbunden fühlt :). Liebe Grüße zurück, Franzi

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