„Sie haben Fibromyalgie? Ich kann Sie heilen!“ – über haltlose Heilsversprechen und übergriffige „Hilfs“-Angebote

Heute geht´s mal wieder um ein Thema, das viele, wenn nicht sogar alle von euch betrifft. Und zwar die Schattenseiten des Chroniker-Daseins im Zeitalter der Digitalisierung. So toll es auch ist, dass uns Social Media die ort-, zeit- und befindlichkeitsunabhängige Kommunikation ermöglichen – gerade mein Blog lebt ja davon; Und so wunderbar demokratisch Wissen im Netz auch zugänglich gemacht wird – genauso umfangreich wird diese Möglichkeit natürlich auch genutzt, um zweifelhafte Produkte, dubiose Therapien und vollmundige Heilsversprechen an den chronisch kranken Mann, bzw. die Frau zu bringen. An jeder Ecke wird Heilung für scheinbar hoffnungslose Fälle versprochen. HEILUNG PER POST – MAL WIEDER Und über einen besonders exemplarischen Fall, der

Bullshit-Bingo Vol. 6: „Boah, ich weiß wie du dich fühlst! Ich hatte neulich ne Grippe. Das war furchtbar.“

Varianten: „Ich weiß genau, wie es dir geht, ich hatte schon mal XY“, „Ich hab‘ ja XY, DAS ist vielleicht schlimm!“ So lange du nicht selbst Fibromyalgie hast, weißt du nicht, wie ich mich fühle. Punkt. Als einfühlsamer Mensch kannst du es dir vielleicht in etwa vorstellen. Mehr aber auch nicht. Das ist auch in Ordnung so, denn wie solltest du es auch wissen? Solche Situationen, in denen mir jemand im Brustton der Überzeugung erzählen will, wie es mir geht und dann Vergleiche zu seinen eigenen Krankheiten anstellt, sind in der Regel fehl am Platz. Besonders, weil es solchen Leuten meistens ausreicht, den Namen einer Diagnose zu hören, ohne Genaues